Jahresabrechnung
Was ist im Wirtschaftsjahr insgesamt angefallen?
Sie fasst die tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben, Kontobewegungen sowie Zuführungen und Entnahmen der Erhaltungsrücklage im Wirtschaftsjahr zusammen.
Jahresabrechnung prüfenWas gehört zur WEG-Abrechnung? Hier erfahren Sie, wie Jahresabrechnung, Einzelabrechnung, Wirtschaftsplan und Vermögensbericht zusammenhängen – und welche Unterlagen für eine nachvollziehbare Aufbereitung wichtig sind.
Eine WEG-Abrechnung besteht nicht aus einem einzigen Dokument. Die einzelnen Bestandteile beantworten unterschiedliche Fragen: Was ist im vergangenen Jahr passiert, was bedeutet das für den einzelnen Eigentümer, wie ist die Gemeinschaft zum Stichtag aufgestellt und womit wird im nächsten Jahr gerechnet?
Was ist im Wirtschaftsjahr insgesamt angefallen?
Sie fasst die tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben, Kontobewegungen sowie Zuführungen und Entnahmen der Erhaltungsrücklage im Wirtschaftsjahr zusammen.
Jahresabrechnung prüfenWas bedeutet das für den einzelnen Eigentümer?
Sie ordnen Kostenanteile und beschlossene Soll-Vorschüsse den einzelnen Einheiten zu. Daraus ergibt sich die Abrechnungsspitze je Einheit – als Nachzahlung oder Guthaben.
Einzelabrechnung vertiefenWie ist die Gemeinschaft zum Jahresende aufgestellt?
Er zeigt den Stand der Rücklagen, Konten sowie wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten zum Stichtag. So wird sichtbar, wie die Gemeinschaft zum Jahresende wirtschaftlich aufgestellt ist.
Vermögensbericht vertiefenWelche Kosten und Vorschüsse werden für das Folgejahr geplant?
Er bündelt die erwarteten Einnahmen, Ausgaben und Rücklagenzuführungen für das Folgejahr. Daraus werden die laufenden Hausgeldvorschüsse je Einheit abgeleitet.
Wirtschaftsplan vertiefenDie Jahresabrechnung zeigt die Gesamtsicht der WEG: Was wurde im Wirtschaftsjahr tatsächlich eingenommen und ausgegeben? Die Einzelabrechnungen übersetzen dieses Ergebnis auf die einzelnen Einheiten.
Die Abrechnungsspitze ergibt sich aus dem Vergleich des individuellen Kostenanteils mit den beschlossenen Soll-Vorschüssen.
Wichtig: Der Zahlungsstand beantwortet eine andere Frage: Welche Vorschüsse tatsächlich geleistet wurden. Er ist nicht automatisch identisch mit der Abrechnungsspitze.
Der Vermögensbericht zeigt nicht, wie Kosten auf einzelne Eigentümer verteilt werden. Er hält fest, welche Rücklagen und wesentlichen Vermögenspositionen die Gemeinschaft zum Stichtag hat.
Der Vermögensbericht ergänzt Jahresabrechnung und Einzelabrechnungen um eine Bestandsaufnahme zum Stichtag. Er hält insbesondere den Stand der Erhaltungsrücklage und weiterer beschlossener Rücklagen sowie die wesentlichen Bestandteile des Gemeinschaftsvermögens fest.
Der Wirtschaftsplan bündelt die erwarteten Einnahmen und Ausgaben sowie die geplanten Zuführungen zu Rücklagen für das kommende Jahr. Er bildet die Grundlage für die laufenden Hausgeldvorschüsse der Eigentümer.
Im Wirtschaftsplan werden die voraussichtlichen laufenden Kosten der Gemeinschaft, erwartete Einnahmen und geplante Zuführungen zu Rücklagen zusammengeführt. Auf Grundlage der geltenden Verteilerschlüssel werden daraus die Vorschüsse für die einzelnen Einheiten abgeleitet. So entsteht eine nachvollziehbare Planungsgrundlage für die laufenden Zahlungen und die Finanzierung gemeinschaftlicher Aufgaben im Folgejahr.
Ein realistischer Wirtschaftsplan reduziert das Risiko späterer Nachzahlungen. Werden erwartete Kosten oder Rücklagenzuführungen zu niedrig angesetzt, kann der individuelle Kostenanteil später über den beschlossenen Soll-Vorschüssen liegen. Unvorhersehbare Entwicklungen bleiben davon unberührt.
Für eine nachvollziehbare Aufbereitung von Jahresabrechnung, Einzelabrechnungen, Vermögensbericht und Wirtschaftsplan braucht es vollständige und nachvollziehbare Unterlagen. Sie helfen dabei, Kosten, Rücklagen, Vorschüsse und besondere Sachverhalte richtig einzuordnen.
Für nachvollziehbare Kontobewegungen, Hausgeldzahlungen und Kontenstände zum Stichtag.
Für laufende Kosten, Dienstleistungen und
Instandhaltungsmaßnahmen.
Für die Zuordnung von Kosten, Vorschüssen und Rücklagen nach den für die Gemeinschaft geltenden Regelungen.
Für besondere Fälle, die zusätzliche Angaben oder Unterlagen über die laufenden Buchungen hinaus erfordern.
Die Checkliste zeigt, welche Dokumente regelmäßig benötigt werden und welche Angaben nur bei besonderen Sachverhalten relevant sind.
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